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Sprachen lernen mit Chatbots

3 April 2017

Sind die Lernmethoden per App wirklich zielführend und müssen wir im Zeitalter von maschinellen Übersetzungssystemen noch Fremdsprachen lernen?

Laut Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz verhält es sich wie folgt: Wenn es nur um den Austausch von reinen Informationen geht, kann man sich tatsächlich per KI-gesteuerter Universalübersetzung multilingual verständigen. Bei Small Talk gestaltet sich die Sache hingegen schwieriger. Künstliche Intelligenz verfügt schließlich nicht über ein Verständnis für Emotionen wie beispielsweise Ärger, Wut oder Begeisterung.

Wer sagt’s denn: Also ist der Erwerb einer Fremdsprache nicht komplett überflüssig und ein Blick auf die aktuelle Entwicklung von Sprachlern-Apps lohnenswert.

Der Vorteil der App, dass ich immer und überall lernen kann, ist natürlich nicht wirklich neu. Schon lange vor dem iPhone-Hype in Deutschland war mobiles Sprachenlernen mit der guten, alten Handheld-Konsole von Nintendo und Co. problemlos möglich.

Obwohl die Ära der Handheld-Konsolen schon mehr als 10 Jahre zurück liegt, ist ein Vergleich der damaligen Sprachlernsoftware mit heutigen Sprachlern Apps fürs Smartphone verdammt ernüchternd: denn in der Weiterentwicklung der Lernmethoden hat sich erstaunlich wenig getan. Immer noch basieren die meisten Übungen auf schriftlichen Eingaben. Das ist schrecklich mühevoll und geht zumindest an meinem persönlichen Ziel – einfach ungehemmt in einer Fremdsprache los reden zu können – total vorbei.

Aktuell in aller Munde ist außerdem die Sprachlern-App Duolingo, denn hier kommen KI-gesteuerte Chatbots zum Einsatz. Endlich scheint es also eine Möglichkeit zu geben, Dialoge zu führen – und das Ganze auch noch für lau! Nach mühevollem und vergeblichem Suchen nach den heißersehnten Chatbots stelle ich ernüchtert fest: Die gibt es (noch?) nicht in der deutschen Version! Also gut, dann konfiguriere ich eben die englische Version der App und kann endlich mit den Chatbots auf Französisch reden. Ehrlich gesagt kann ich es nicht wirklich als „reden“ bezeichnen, denn auch hier muss ich wieder alles schriftlich eingeben. Aber immerhin befinde ich mich in einem fast schon realen Dialog und außerdem habe ich irgendwo aufgeschnappt, dass eine Spracheingabe bei Duolingo geplant ist.

Zu Beginn führe ich mit einer hübsch illustrierten Blondine den übliche „Ça va ?“-Dialog. Dann stellt sie mir ihren Freund Robert vor: Er trägt eine Kochmütze und ich will nicht schon wieder mit dem „Ça va ?“-Dialog kommen. Also frage ich ihn, ob er in einer Küche arbeitet und da antwortet die Blondine für ihn, dass es Robert gut geht und er wieder in der Küche verschwinden muss. Soviel also zur KI … Nichtsdestotrotz habe ich in den nächsten Tagen immer wieder kurz mit meinen neuen Bot -Freunden geplaudert und finde sie mittlerweile richtig charmant, auch wenn die Dialoge sehr redundant und extrem oberflächlich sind. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Chatbots durch unsere täglichen Plaudereien zügig dazu lernen und dadurch unser Austausch schlicht menschlicher wird. Ob die KI dahinter das erlaubt, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Irgendwann habe ich mich dennoch gefragt, ob ein Tandempartner aus Fleisch und Blut nicht doch die optimalste Möglichkeit für mich wäre, um eine Sprache zu lernen. Kaum habe ich meine neue Erkenntnis im Büro laut ausgesprochen, kam direkt der Einwand meiner Tandem-erfahrenen Kollegin: Auch mit „echten“ Tandempartnern sei das Lernen einer Fremdsprache nicht komplett optimal, denn irgendwann redet man immer dasselbe. Schließlich besteht die Verbindung der Tandempartner erst mal nur durch das Sprachenlernen, ob es darüber hinaus gemeinsame Themen gibt, ist alles andere als selbstverständlich.

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